22.06.2009

VDP-Prädikatsweingüter Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer und O.P.V.I.- Charta-Winzer luden zur Weinprobe

von Romain in Tastings

Eine Weinprobe von Format und gleichzeitig eine bemerkenswerte Premiere stellte die 26. Riesling-Präsentation deutscher Prädikatsweingüter (VDP) zusammen mit siebzehn luxemburgischen Weingütern Mitglieder der Qualitäts-Charta  O.P.V.I. – Unabhängige  Privatwinzer am Samstag, den 13. Juni 2009 in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin in Trier dar.


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Die VDP-Verkostung fand in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin statt.


Die exklusive Weinverkostung, bei der fast nur Rieslinge, und hauptsächlich Weine des rezentesten Jahrgangs 2008 vorgestellt wurden, kann als gelungene Premiere gedeutet werden, besonders im Hinblick auf den gemeinsamen Auftritt dieser 48 Weingüter von beidseitig der Mosel, sowie von der Saar und der Ruwer.

Auf Einladung von Egon Müller, (Müller-Scharzhof und Le Gallais, Wiltingen, Saar) dem Vorsitzenden der VDP-Winzervereinigung Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer e.V. und durch die Vorarbeit des Fachberaters Max von Kunow (Weingut von Hövel, Saar) beteiligten sich von Luxemburger Seite folgende O.P.V.I.- Weingüter:

Caves René Bentz, aus Wellenstein, Domaine Clos des Rochers aus Grevenmacher, Caves Gales aus Remich, Cep d‘Or von der Hëttermillen, Domaine Viticole A. Gloden & Fils aus Wellenstein, Domaine Viticole Häremillen aus Ehnen, Domaine Alice Hartmann aus Wormeldange, Domaine Viticole Kohll-Leuck aus Ehnen, Domaine Viticole Kohll-Reuland, auch aus Ehnen, Domaine Viticole Laurent & Rita Kox aus

Remich, Domaine Viticole Krier – Bisenius  aus Bech-Kleinmacher, Domaine Viticole Krier-Welbes aus Ellange-Gare, Domaine Henri Ruppert aus Schengen, Caves Pundel-Sibenaler aus Wormeldange, Maison Viticole Schmit-Fohl aus Ahn, Domaine Viticole Schumacher-Knepper aus Wintrange, sowie Domaine Viticole Schumacher-Lethal et Fils aus Wormeldange.

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Die Luxemburger Winzer freuten sich über die Einladung nach Trier


Nachfolgend die Degustationsnotizen etlicher Weine der Luxemburger Aussteller:

Riesling AOC, Bech-Macher Gottesgôf 2008 Sélection, Caves René Bentz: Etwas verhaltend an der Nase, überzeugt mit feiner Balance und guter Säure. Gefällt durch sein Bukett wärmerer Aromen. Zeigt sich im Nachhall etwas kurz, was auf seine Jugendlichkeit  zurück zu führen ist.

Riesling Grand Premier Cru Ahn Palmberg 2008, Domaine Clos des Rochers: Leuchtend und kristallin im Glas. Der Wein hat ein frisch-fruchtiges Bukett und eine angenehm-saftige Aromenpalette. Angenehme Persistenz, im Nachhall mittellang.

Crémant Riesling Brut, Gales Jubilée von Caves Gales: Qualitäts-Schaumwein aus ausgereiftem Traubenmaterial. An der Nase zeigt er Opulenz, punktet mit Ansätzen von Haselnuss und feinen Zitrus-Nuancen. Am Gaumen fruchtig, mit guter Fülle. Der Wein hat eine verwobene Struktur, ist lang im Abgang.

Pinot Blanc AOC Stadtbredimus Goldberg 2008, Weingut Cep d’Or: Ein Weissburgunder mit geradliniger Struktur. Mineralisch-straffer Körper mit raffiniertem Säurespiel. Sein Nachhall kann zutreffenderweise als lang beschrieben werden.

Riesling Grand Premier Cru Schengen Markusberg 2008, Domaine A. Gloden & Fils: Verhalten, dann exotische Frucht an der Nase. Fruchtig-aromatisch am Gaumen, konzentrierte Aromen von Bonbon Anglais. Persistenz momentan eher mittel, da der Wein für dieses Terroir sehr jung ist.

Riesling Vieilles Vignes Ehnen Wousselt 2008, Weingut Häremillen: Ein Terrassen-Riesling mit erstaunlich vegetativer Nase (Brennnessel, Artischocke). Angenehme Frische in der Attacke, komplexe Mundfülle und fruchtig im Nachhall. Intensiver Eindruck, gutes Entwicklungspotenzial.

Riesling Spätlese feinherb Trittenheimer Apotheke „Alte Reben“ 2008, Weingut Alice Hartmann: Sehr hell im Glas, dezentes Süsse-Säure Spiel trotz verhaltener Nase. Am Gaumen fruchtig-würzig, schöne Säure im Nachhall. Wein mit Potenzial.

Riesling Wousselt Grand Premier Cru 2007, Charta-Sélection vom Domaine Kohll-Leuck: Elegant und mit guter Säure-Frucht-Balance, sowohl an Nase und Gaumen. Duft nach frischem Rhabarber-Kompott. Im Nachhall eher mittellang, ein Wein mit viel Charme.

Pinot Blanc Ehnen Wousselt Alte Reben 2008, Weingut Kohll-Reuland: Von kristalliner Farbe, mit praller Frucht an der Nase. Am Gaumen überzeugt die geradlinig-herbe Struktur. Im  Nachhall lang, besticht die erstaunlich energische Mineralität dieses Weissburgunders.

Pinot Gris AOC Bech-Maacher Enschberg 2008, Weingut Laurent & Rita Kox: Der potenzielle Charta-Wein zeigt gute Frische an der Nase. Tänzerisch verspielt, überzeugen die süssliche Aromenpalette und der mineralische Unterton. Der seidige Körper zeigt sich im Nachhall mittellang.

Riesling Wellensteiner Kourschels 2008, Domaine Krier-Bisenius: Feiner Duft trotz verhaltener Nase. Am Gaumen ausgeprägte, komplexe Säure. Wein mit Rückrat und gutem Reifepotenzial. Im Abgang vorerst geschmeidig, dann Sortentypisch maskulin.

Riesling Wellenstein Kurschels 2008, Weingut Krier-Welbes: Elegante Nase. Schöne Mineralik am Gaumen, ausbalanciert in puncto Frucht und Säure. Ein konzentrierter Riesling mit langem Nachhall und betörendem Abgang.

Riesling Wintrange Felsberg 2008, Domaine Henri Ruppert: Hellgolden im Glas. Bei verhaltener Nase doch fein mineralisch. Filigran in der Attacke, geht er am Gaumen in opulente Fruchtigkeit, gepaart mit unterstützender Mineralität über. Enorm persistent im Nachhall. Ein sehr gelungener Wein.

Riesling Koeppchen 2008, Weingut Pundel-Sibenaler et Fils: Mineralisch, mit feiner Pfirsichnote an der Nase zeigt sich dieser Riesling vollfruchtig am Gaumen. Perfekt zu asiatischer Küche, bietet er einen leicht würzigen, mittleren Nachhall.

Riesling Koeppchen 2008, Weingut Schmitt-Fohl: Auch dieser Riesling Koepp punktet an der Nase mit seiner fein geschliffenen Mineralität und seiner Fruchtigkeit. Am Gaumen entgegen der Erwartung immer noch verhaltend, zeigt er seine frisch-fruchtigen Aromen spät. Nachhall ansprechend, Persistenz mittellang.

Riesling Wintrange Felsberg 2008, Fass 86. Weingut Schumacher-Knepper: Wie fast alle Felsberg-Rieslinge aus diesem Haus gefällt auch dieser mit seiner sehr lebendigen, frischen Nase. Am Gaumen finden sich klar strukturierte Säurearomen nebst etwas rauchigen Untertönen. Tiefgründiger Wein mit langem Abgang.

Als letzten Wein der Luxemburger Mosel pröbelten wir den Riesling Wormeldange Wousselt 2008 von Erny Schumacher, Domaine Schumacher-Lethal et Fils: Sehr hell, mit grünlichen Reflexen am Glas, gefällt der Wein mit einem Bukett von Pfirsich und Zitrusfrucht. Jung, verhalten und doch fein mineralisch bietet er eine gut strukturierte Balance. Der junge Riesling besticht mit säurebetontem Nachhall, ist von der Persistenz eher als mittellang einzustufen.

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Andächtiges Ambiente: Die Abteikirche St. Maximin als extravaganter Pröbelsaal


Natürlich waren auch alle Mitglieder der VDP-Prädikatsweingüter des Grossen Rings vor Ort. So konnten Weinkenner und –Liebhaber die besten Tropfen der Saar-Weingüter Dr. Fischer aus Ockfen, von Forstmeister Geltz-Zilliken aus Saarburg, vom Weingut von Hövel aus Oberemmel, von Reichsgraf von Kesselstatt aus Morscheid, von Egon Müller-Scharzhof und Le Gallais aus Wiltingen, von der Domaine von Othegraven aus Kanzem, von Claus Piedmont aus Filzen, von Schloss Saarstein aus Serrig, vom Weingut Van Volxem aus Wiltingen, den Vereinigte Hospitien aus Trier, und vom Weingut Dr. Wagner aus Saarburg pröbeln und begutachten.

Von der Ruwer waren es die Rieslinge von Christoph Tyrell, Weingut Karthäuserhof in Eitelsbach, während die deutsche Mosel durch die 18 nachfolgend aufgelisteten Betriebe neben kernigen Rieslingen auch den Grossteil der feinherben und edelsüssen Spitzenweine stellte:

Clemens Busch aus Pünderich, Joh. Jos. Christoffel Erben aus Ürzig, Grans-Fassian aus Leiwen,  Fritz Haag aus Brauneberg, Reinhold Haart aus Piesport, Willi Haag aus Brauneberg, Weingut Schloss Lieser aus Lieser, Heymann-Löwenstein aus Winningen, Weingut Dr. Loosen aus Bernkastel-Kues, Domaine Milz-Laurentiushof aus Trittenheim, Joh. Jos. Prüm aus Wehlen, das Gut S.A. Prüm aus Wehlen, Willi Schaefer aus Graach, Studert-Prüm vom Maximinhof aus Wehlen, Weingut Wwe. Dr. H. Thanisch, Erben Thanisch aus Bernkastel-Kues, St. Urbans-Hof aus Leiwen, Geheimrat J. Wegeler aus Bernkastel-Kues, Weingut Dr. Weins-Prüm aus Wehlen, sowie die Bischöflichen Weingüter aus Trier, denen auch die exquisite Location, sprich die ehemalige Stiftskirche St. Maximin gehört.

>> Weitere Infos unter www.grosserring.de und  www.vins-cremants.lu


09.06.2009

22 Gold- und 9 Silbermedaillen beim 19ten Concours International des Crémants

31 Medaillen für Luxemburger Crémants gab es an diesem Wochenende beim neunzehnten Concours International des Crémants de France et de Luxembourg, welcher turnusgemäß in einem der acht  Anbaugebiete, und diesmal im Bordelais stattfand.

 

 

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Bereits am vergangenen Donnerstag reisten die Delegationen aus den offiziell anerkannten Crémants-Anbaugebieten Bordeaux, Burgund, Elsass, Jura, Die, Loire, Limoux, Jura und Luxemburg an – zum  Meinungs- und Gedankenaustausch während der Generalversammlung – bevor  es am nächsten Tag zum Kern der Sache, das heißt zur eigentlichen Blindverkostung kam, welche im ansprechenden Rahmen des Château Goudichaud in Saint-Germain du Puch über die Bühne ging.

 

Insgesamt 174 Verkoster, aufgeteilt auf 42 Jurys bewerteten während drei Stunden an die 620 verschiedene Schaumweine. In puncto Organisation muss angebracht werden, dass der 19. Wettbewerb der Crémants von Seiten der französischen Veranstalter nicht gerade durchdacht war, besonders was Weitangereiste Teilnehmergruppen aus Luxemburg oder dem Jura anging. So musste die 27-köpfige Luxemburger Delegation zeitweise im Leerlauf drehen, danach unter gehörigem Zeitdruck  einen unausgewogenen Zeitplan einhalten.

 

 

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Wie auch immer, fest steht jedenfalls, dass die Arbeit unserer Winzer gebührend belohnt wurde, denn 22 Gold- und 9 Silbermedaillen für qualitativ hochwertige Schaumweine von der Mosel sind mehr als beachtlich. Laut Lionel Lateyron, Präsident der Bordelaiser Crémants-Erzeuger und verantwortlich für die Organisation hatte Luxemburg 96 Crémants eingereicht, 32% davon wurden  

mit einer Auszeichnung bedacht.

 

Was die Anzahl der Medaillen pro Weingut angeht, lagen  Krier Frères aus Remich (4 Medaillen), sowie  Desom-St.Remy , auch aus Remich und Schumacher-Lethal aus Wormeldange (jeweils 3 Medaillen) vorn, gefolgt von den Domaines Vinsmoselle (insgesamt 5 Medaillen, verteilt auf die Kellereien Wormeldange, Stadtbredimus und Grevenmacher).

 

Als Kellermeister, welcher mit den meisten Medaillen beehrt wurde, gilt Arno Bauer. Der Anfang Vierzigjährige ist nicht nur zuständig für die Crémants-Herstellung bei Caves Krier Frères, sondern auch  für die Crémants-Elaboration bei den Caves Gales und bei der Weindomäne Saint-Martin. Arno Bauer hat in Bordeaux insgesamt 8 Medaillen für seine Crémants bekommen.

 

 

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Nachfolgend veröffentlichen wir die Luxemburger Resultate des 19. Concours International des Crémants.

 

19. Concours des Crémants, die Resultate:

 

Jeweils eine Goldmedaille gab es für Jahrgangs-Crémant von:

 

Clos des Rochers 2006 Brut, Bernard-Massard, Grevenmacher

Gales Héritage 2006 Brut, Caves Gales, Remich

Krier Frères 2005 Brut, Caves Krier Frères, Remich

Desom 2004 Brut, Caves St. Remy-Desom, Remich

Desom 2005 Brut, Caves St. Remy-Desom, Remich

Saint Martin 2005 Brut, Caves St. Martin, Remich

Cep d’Or 2007 Brut, Domaine Cep d’Or, Hëttermillen

 

Jeweils eine Goldmedaille für Crémant Brut gab es für:

 

Cuvée Brut Pundel-Hoffeld, Caves Pundel-Hoffeld, Machtum

Cuvée Riesling Brut, Domaines Vinsmoselle, Kellerei Wormeldange

Häremillen Brut, Domaine Häremillen, Ehnen

Cuvée Riesling Brut, Domaine Vinsmoselle Kellerei Grevenmacher

Cuvée Pierre, Domaine Schumacher-Lethal, Wormeldange

Desom Brut, Caves St. Remy-Desom,  Remich

Cuvée Brut, Domaine Kohll-Reuland, Ehnen

Cuvée Brut, Domaine Kohll-Leuck, Ehnen

Crémant Cunibert, Caves Krier Frères, Remich

Cuvée Pierre, Domaine Schumacher-Lethal, Wormeldange

Prestige Brut, Domaine Mathes, Wormeldange

 

Jeweils eine Goldmedaille für Crémant Rosé gab es für:

 

Spirit of Schengen Pinot Noir Brut, Domaines Vinsmoselle Kellerei Stadtbredimus

Cuvée Pinot Noir Rosé Brut, Caves Krier Frères, Remich

Cuvée Pinot Noir Brut, Domaines Vinsmoselle Kellerei Wormeldange

Cuvée Rosé Brut, Domaine Schumacher-Lethal, Wormeldange

 

Jeweils eine Silbermedaille für Crémant Brut gab es für:

 

Cep d’Or 2007 Brut, Domaine Cep d’Or, Hëttermillen (Jahrgangs-Crémant)

Gales Héritage Brut, Caves Gales, Remich

Crémant Jean Schlink, Caves Schlink-Hoffelt, Machtum

Cuvée Brut, Domaine Kohll-Reuland, Ehnen

Cuvée Prestige, Domaine Pundel-Hoffeld, Machtum

St. Martin Brut, Caves Saint-Martin, Remich

Cuvée Cunibert, Caves Krier Frères, Remich

Cuvée Brut, Domaines Vinsmoselle,

Stadtbredimus

sowie eine Silbermedaille für Crémant Rosé Brut für:

Cuvée Pinot Noir Rosé, Domaine Kohll-Leuk, Ehnen

 


01.06.2009

Caves Gales : Verkostung Stillweine des Jahrgangs 2008

von Lylian in Location Luxembourg

Im Centre d’élaboration des Crémants in Ellange-Gare hatten wir kürzlich das Vergnügen, zusammen mit Besitzer Marc Gales und Kellermeister Arno Bauer zwei Schaumweine und eine Auswahl 2008er Stillweine des Hauses zu verkosten.

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Marc Gales, der Firmeninhaber ist auch der Präsident der Vereinigung des Luxemburgischen Weinhandels

Gales Vins & Crémants ist ein Traditionsbetrieb an der Luxemburger Mosel, dessen Anfänge auf das Jahr 1916 zurückgehen. Seit den 80ziger Jahren wird die 11,6 Hektar grosse Domäne in dritter Generation von Marc Gales geleitet.

Das Weingut Gales ist nicht nur ein Winzerbetrieb. Insbesondere durch die Schaumwein- und Crémantsherstellung, aber auch durch ihr Verkaufs-Sortiment an internationalen Weinen ist das Unternehmen Gales auch einer der grösseren Weinhändler des Landes.

Bei den hier beschriebenen, sechs Stillweinen muss vorab erwähnt werden, dass es sich um die klassische Linie von Gales handelt. Die von der Qualität her noch einen Deut besseren, vom Preis auch etwas höheren Domaine & Tradition-Weine des neuen Jahrgangs 2008 bedürfen einer längeren Reifezeit und werden erst im Herbst  dieses Jahres vorgestellt und vermarktet.

So begann die Verkostung zwar mit einem kristallinen Crémant Héritage auf Basis von Weissburgunder und Riesling (zwei Sterne im aktuellen Guide Hachette), gefolgt von einem feinen, leicht lachsfarbenen Rosé Brut, Cuvée Première (Goldmedaille Concours Mondial de Bruxelles 2008), doch galt unser Interesse vor allem dem traditionellen Weisswein.

Laut Marc Gales begann das Weinjahr 2008 mit einer frühen Blüte. Viel Wind und Regen brachte etwas Verrieselung, daher waren die Trauben nicht so kompakt und anfällig. Diese reiften sehr langsam im Vergleich zu den Vorjahren, wurden jedoch gesund und mit guter Säure geerntet, was für den Crémant und die Stillweine einen Jahrgang mit schöner Säure und dementsprechenden Potenzial bedeutet. Gegenüber 2007, welches der Domäne Gales ein gutes Riesling-Jahr bescherte, ist 2008 ein absolutes Pinot Gris Jahr.

Nicht mit einem Grauburgunder, sondern mit einem Auxerrois Remich Hôpertsbour aus einem Sonnenverwöhnten Wèngert begann die Stillwein-Verkostung. Aus dieser frühen, warmen Lage werden zuerst Trauben für den Crémant gelesen, danach reifen die Auxerrois-Trauben optimal aus, um mit einem Hektarertrag von niedrigen 45 Hekto/ Hektar gelesen zu werden. Kristallin im Glas, gefiel dieser frisch-fruchtige Wein mit Drops und mentholischen Nuancen an der Nase. Am Gaumen zeigt er gute Frische, gefolgt von würzigen Noten nach frischen Mandeln, was den sehr leichten Bitterton im Nachhall erklärt. Zu Vorspeisen auf Basis von Blattsalaten und zu Spargel passt Auxerrois Hôpertsbour vorzüglich.

Als vierten Wein schenkte Kellermeister Arno Bauer einen Weissburgunder Bech-Macher Rëtschelt ein. Dieser Wein, sehr hell und glänzend, mit grünlichem Aspekt, wies an der Nase Noten von exotischer Frucht und gelben Äpfeln, am Gaumen fruchtige Aromen (Grapefruit) mit mineralischem Unterton auf. Der fein strukturierte Wein passt gut zu Meeresfrüchten, insbesondere zu Hummer.

Aus dem Remicher Primerberg stammte der erste, hier verkostete Riesling GPC. Neben einem interessanten Bukett von Ananas und heller Schokolade, weist er gute Frucht und cremige Textur am Gaumen auf. Dieser Wein ist ausgereift und jetzt schon trinkbereit.

Im Abgang leicht, zeigt er sich im Moment zart vegetal im Nachhall, besticht jedoch laut Weinjournalistin Lylian Turmes durch seine feine Harmonie.

Ähnlich ist es mit dem Riesling Wellenstein Kurschels, wo die Balance zwischen Fruchtigkeit und Säure optimal austariert wurde. Die feine Aromatik (Zitrusfrüchte und Fenchel an der Nase) und seine kristalline Säure sprechen für sich. Der leichte Abgang und der floral geprägte Nachhall verbessern sich noch, und werden ein vielschichtiges Bukett entwickeln. Dies ist ein absoluter Essensbegleiter, der sich mit Langlebigkeit auszeichnen wird.

Grauburgunder, sprich Pinot Gris von der Mosel sind bei uns beliebt und regelrechte Modeweine geworden. Und der Wellenstein Foulschette GPC von Gales gehört auch dazu. Mineralisch-fruchtig, mit guter Struktur und ausgewogener Balance passt dieser Weisse optimal zu schmackhaften Speisen. An der Nase gefällt er mit seinem Aprikosenduft, am Gaumen bestätigen Mineralität und Säure seine Langlebigkeit.

Müsste der Autor dieser Verkostungsnotizen sich für einen Wein aus diesem flight entscheiden, so würde die Wahl bedenkenlos auf den Pinot Gris Foulschette GPC fallen.

Luftlinie knapp 1 Kilometer entfernt reifte der zweite Grauburgunder aus der Lage Remich Hôpertsbour, und doch ist dieser Wein ganz anders. Der sehr helle Tropfen mit den grünlichen Reflexen besticht mit feinem Bukett von Rosenblüten und exotischer Frucht. Runder und geschmeidiger am Gaumen, gilt er als Apéro-Wein tout en dentelles. Die blumigen Zweitaromen, die leichte aber nicht negativ wirkende Bitternote im Nachhall gibt ihm einen besonderen Touch.

Als letzten Wein wurde eine Rarität verkostet. Eiswein gibt es selten an der Luxemburger Mosel, und wenn er trotz üppiger 156 ° Öchsle Mostgewicht auch noch über zehn Gramm Restsäure aufweist, ist das Aromenspiel aussergewöhnlich. Uns  erinnerte es an gute Eisweine vom Neusiedlersee, im österreichischen Burgenland.

Walderdbeere, Honigwabe und Haselnuss-Aromen sind nur einige der vielschichtigen Geschmacksnoten dieses absoluten Dessertweins, der den Reigen der auf ein breites Geschmacksspektrum ausgelegten Weine aus dem Hause Gales abrundete. Die gelungene Verkostung endete mit einem schmackhaften Mittagessen im Nobelrestaurant „La Rameaudière“, dem direkten Nachbarn der Caves Gales. Während des Essens verkosteten wir – wie könnte es anders sein – Gales Héritage Brut. Zwei Sterne im Guide Hachette lassen grüssen…

Weitere Infos über die Crémants und Weine von Caves Gales gibt es unter der Telefonnummer 23 69 90 93 und auf www.gales.lu