VDP-Prädikatsweingüter Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer und O.P.V.I.- Charta-Winzer luden zur Weinprobe
Eine Weinprobe von Format und gleichzeitig eine bemerkenswerte Premiere stellte die 26. Riesling-Präsentation deutscher Prädikatsweingüter (VDP) zusammen mit siebzehn luxemburgischen Weingütern Mitglieder der Qualitäts-Charta O.P.V.I. – Unabhängige Privatwinzer am Samstag, den 13. Juni 2009 in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin in Trier dar.

Die VDP-Verkostung fand in der ehemaligen Abteikirche St. Maximin statt.
Die exklusive Weinverkostung, bei der fast nur Rieslinge, und hauptsächlich Weine des rezentesten Jahrgangs 2008 vorgestellt wurden, kann als gelungene Premiere gedeutet werden, besonders im Hinblick auf den gemeinsamen Auftritt dieser 48 Weingüter von beidseitig der Mosel, sowie von der Saar und der Ruwer.
Auf Einladung von Egon Müller, (Müller-Scharzhof und Le Gallais, Wiltingen, Saar) dem Vorsitzenden der VDP-Winzervereinigung Grosser Ring Mosel-Saar-Ruwer e.V. und durch die Vorarbeit des Fachberaters Max von Kunow (Weingut von Hövel, Saar) beteiligten sich von Luxemburger Seite folgende O.P.V.I.- Weingüter:
Caves René Bentz, aus Wellenstein, Domaine Clos des Rochers aus Grevenmacher, Caves Gales aus Remich, Cep d‘Or von der Hëttermillen, Domaine Viticole A. Gloden & Fils aus Wellenstein, Domaine Viticole Häremillen aus Ehnen, Domaine Alice Hartmann aus Wormeldange, Domaine Viticole Kohll-Leuck aus Ehnen, Domaine Viticole Kohll-Reuland, auch aus Ehnen, Domaine Viticole Laurent & Rita Kox aus
Remich, Domaine Viticole Krier – Bisenius aus Bech-Kleinmacher, Domaine Viticole Krier-Welbes aus Ellange-Gare, Domaine Henri Ruppert aus Schengen, Caves Pundel-Sibenaler aus Wormeldange, Maison Viticole Schmit-Fohl aus Ahn, Domaine Viticole Schumacher-Knepper aus Wintrange, sowie Domaine Viticole Schumacher-Lethal et Fils aus Wormeldange.

Die Luxemburger Winzer freuten sich über die Einladung nach Trier
Nachfolgend die Degustationsnotizen etlicher Weine der Luxemburger Aussteller:
Riesling AOC, Bech-Macher Gottesgôf 2008 Sélection, Caves René Bentz: Etwas verhaltend an der Nase, überzeugt mit feiner Balance und guter Säure. Gefällt durch sein Bukett wärmerer Aromen. Zeigt sich im Nachhall etwas kurz, was auf seine Jugendlichkeit zurück zu führen ist.
Riesling Grand Premier Cru Ahn Palmberg 2008, Domaine Clos des Rochers: Leuchtend und kristallin im Glas. Der Wein hat ein frisch-fruchtiges Bukett und eine angenehm-saftige Aromenpalette. Angenehme Persistenz, im Nachhall mittellang.
Crémant Riesling Brut, Gales Jubilée von Caves Gales: Qualitäts-Schaumwein aus ausgereiftem Traubenmaterial. An der Nase zeigt er Opulenz, punktet mit Ansätzen von Haselnuss und feinen Zitrus-Nuancen. Am Gaumen fruchtig, mit guter Fülle. Der Wein hat eine verwobene Struktur, ist lang im Abgang.
Pinot Blanc AOC Stadtbredimus Goldberg 2008, Weingut Cep d’Or: Ein Weissburgunder mit geradliniger Struktur. Mineralisch-straffer Körper mit raffiniertem Säurespiel. Sein Nachhall kann zutreffenderweise als lang beschrieben werden.
Riesling Grand Premier Cru Schengen Markusberg 2008, Domaine A. Gloden & Fils: Verhalten, dann exotische Frucht an der Nase. Fruchtig-aromatisch am Gaumen, konzentrierte Aromen von Bonbon Anglais. Persistenz momentan eher mittel, da der Wein für dieses Terroir sehr jung ist.
Riesling Vieilles Vignes Ehnen Wousselt 2008, Weingut Häremillen: Ein Terrassen-Riesling mit erstaunlich vegetativer Nase (Brennnessel, Artischocke). Angenehme Frische in der Attacke, komplexe Mundfülle und fruchtig im Nachhall. Intensiver Eindruck, gutes Entwicklungspotenzial.
Riesling Spätlese feinherb Trittenheimer Apotheke „Alte Reben“ 2008, Weingut Alice Hartmann: Sehr hell im Glas, dezentes Süsse-Säure Spiel trotz verhaltener Nase. Am Gaumen fruchtig-würzig, schöne Säure im Nachhall. Wein mit Potenzial.
Riesling Wousselt Grand Premier Cru 2007, Charta-Sélection vom Domaine Kohll-Leuck: Elegant und mit guter Säure-Frucht-Balance, sowohl an Nase und Gaumen. Duft nach frischem Rhabarber-Kompott. Im Nachhall eher mittellang, ein Wein mit viel Charme.
Pinot Blanc Ehnen Wousselt Alte Reben 2008, Weingut Kohll-Reuland: Von kristalliner Farbe, mit praller Frucht an der Nase. Am Gaumen überzeugt die geradlinig-herbe Struktur. Im Nachhall lang, besticht die erstaunlich energische Mineralität dieses Weissburgunders.
Pinot Gris AOC Bech-Maacher Enschberg 2008, Weingut Laurent & Rita Kox: Der potenzielle Charta-Wein zeigt gute Frische an der Nase. Tänzerisch verspielt, überzeugen die süssliche Aromenpalette und der mineralische Unterton. Der seidige Körper zeigt sich im Nachhall mittellang.
Riesling Wellensteiner Kourschels 2008, Domaine Krier-Bisenius: Feiner Duft trotz verhaltener Nase. Am Gaumen ausgeprägte, komplexe Säure. Wein mit Rückrat und gutem Reifepotenzial. Im Abgang vorerst geschmeidig, dann Sortentypisch maskulin.
Riesling Wellenstein Kurschels 2008, Weingut Krier-Welbes: Elegante Nase. Schöne Mineralik am Gaumen, ausbalanciert in puncto Frucht und Säure. Ein konzentrierter Riesling mit langem Nachhall und betörendem Abgang.
Riesling Wintrange Felsberg 2008, Domaine Henri Ruppert: Hellgolden im Glas. Bei verhaltener Nase doch fein mineralisch. Filigran in der Attacke, geht er am Gaumen in opulente Fruchtigkeit, gepaart mit unterstützender Mineralität über. Enorm persistent im Nachhall. Ein sehr gelungener Wein.
Riesling Koeppchen 2008, Weingut Pundel-Sibenaler et Fils: Mineralisch, mit feiner Pfirsichnote an der Nase zeigt sich dieser Riesling vollfruchtig am Gaumen. Perfekt zu asiatischer Küche, bietet er einen leicht würzigen, mittleren Nachhall.
Riesling Koeppchen 2008, Weingut Schmitt-Fohl: Auch dieser Riesling Koepp punktet an der Nase mit seiner fein geschliffenen Mineralität und seiner Fruchtigkeit. Am Gaumen entgegen der Erwartung immer noch verhaltend, zeigt er seine frisch-fruchtigen Aromen spät. Nachhall ansprechend, Persistenz mittellang.
Riesling Wintrange Felsberg 2008, Fass 86. Weingut Schumacher-Knepper: Wie fast alle Felsberg-Rieslinge aus diesem Haus gefällt auch dieser mit seiner sehr lebendigen, frischen Nase. Am Gaumen finden sich klar strukturierte Säurearomen nebst etwas rauchigen Untertönen. Tiefgründiger Wein mit langem Abgang.
Als letzten Wein der Luxemburger Mosel pröbelten wir den Riesling Wormeldange Wousselt 2008 von Erny Schumacher, Domaine Schumacher-Lethal et Fils: Sehr hell, mit grünlichen Reflexen am Glas, gefällt der Wein mit einem Bukett von Pfirsich und Zitrusfrucht. Jung, verhalten und doch fein mineralisch bietet er eine gut strukturierte Balance. Der junge Riesling besticht mit säurebetontem Nachhall, ist von der Persistenz eher als mittellang einzustufen.

Andächtiges Ambiente: Die Abteikirche St. Maximin als extravaganter Pröbelsaal
Natürlich waren auch alle Mitglieder der VDP-Prädikatsweingüter des Grossen Rings vor Ort. So konnten Weinkenner und –Liebhaber die besten Tropfen der Saar-Weingüter Dr. Fischer aus Ockfen, von Forstmeister Geltz-Zilliken aus Saarburg, vom Weingut von Hövel aus Oberemmel, von Reichsgraf von Kesselstatt aus Morscheid, von Egon Müller-Scharzhof und Le Gallais aus Wiltingen, von der Domaine von Othegraven aus Kanzem, von Claus Piedmont aus Filzen, von Schloss Saarstein aus Serrig, vom Weingut Van Volxem aus Wiltingen, den Vereinigte Hospitien aus Trier, und vom Weingut Dr. Wagner aus Saarburg pröbeln und begutachten.
Von der Ruwer waren es die Rieslinge von Christoph Tyrell, Weingut Karthäuserhof in Eitelsbach, während die deutsche Mosel durch die 18 nachfolgend aufgelisteten Betriebe neben kernigen Rieslingen auch den Grossteil der feinherben und edelsüssen Spitzenweine stellte:
Clemens Busch aus Pünderich, Joh. Jos. Christoffel Erben aus Ürzig, Grans-Fassian aus Leiwen, Fritz Haag aus Brauneberg, Reinhold Haart aus Piesport, Willi Haag aus Brauneberg, Weingut Schloss Lieser aus Lieser, Heymann-Löwenstein aus Winningen, Weingut Dr. Loosen aus Bernkastel-Kues, Domaine Milz-Laurentiushof aus Trittenheim, Joh. Jos. Prüm aus Wehlen, das Gut S.A. Prüm aus Wehlen, Willi Schaefer aus Graach, Studert-Prüm vom Maximinhof aus Wehlen, Weingut Wwe. Dr. H. Thanisch, Erben Thanisch aus Bernkastel-Kues, St. Urbans-Hof aus Leiwen, Geheimrat J. Wegeler aus Bernkastel-Kues, Weingut Dr. Weins-Prüm aus Wehlen, sowie die Bischöflichen Weingüter aus Trier, denen auch die exquisite Location, sprich die ehemalige Stiftskirche St. Maximin gehört.
>> Weitere Infos unter www.grosserring.de und www.vins-cremants.lu



