Charta Schengen Prestige lud zur Verkostung ihrer Premiere-Weine
Am Mittwochabend (18. November 2009) lud der junge Qualitätswein-Ring „Charta Schengen Prestige“, welcher aus einer weltweit einmaligen Interessengemeinschaft von Winzern aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland besteht, zur erstmaligen offiziellen Verkostung ihrer Premiere-Weine (Jahrgang 2008) ein.
Insgesamt elf Weine standen zum Probieren an, und knapp hundert Gäste fanden sich im Laufe des Abends im Remerschener Bistrot Gourmand ein, um sich eine Idee von der bereits angedeuteten, hohen Qualität der Weine zu machen.
Gelungene Premiere für den ersten Jahrgang der „Charta Schengen Prestige“- Weine
Um allen interessierten Besucher unserer Homepage einen genauen Eindruck der neun Mosel-Weissweine zu verschaffen (die beiden Spätburgunder konnten wir aus Zeitmangel leider nicht probieren) hier nun unsere detaillierten Verkostungsnotizen:
CSP = Charta Schengen Prestige, N = Nase, G = Gaumen.
1. Pinot Blanc, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaines de Vinsmoselle in Stadtbredimus
N : angenehm florales Buket, fein mineralischer Unterton (Graphit)
G : gute Struktur und warmes Aromenspiel. Frischer Abgang, mittlere Länge im Nachhall.
2. Riesling, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaine Desom in Remich
N: etwas verhalten, Anklänge von grünen Gräsern, dezent säuerlich.
G : Gelungene Balance zwischen Fruchtigkeit und Säure, Wein mit schöner Länge und einer diskreten Mineralität.
3. Riesling, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaine Krier Frères in Remich
N: Florale Akzente, Anklänge von weissen Blüten, macht einen sehr jungen Eindruck,
G: Gute, ziemlich Säurebetonte Frische, etwas leichtere Struktur, und im sehr opulenten Nachhall feine Mineralität.
4. Riesling, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaines de Vinsmoselle in Stadtbredimus
N : Feines Bukett, mit Anklängen an weissem Pfirsich und reifen Aprikosen.
G : aromatisch und leicht süssliche Akzente in der Attacke, runder Körper mit feiner Frucht und eingebundener Säure. Der Nachhall dieses Weins ist mittel bis lang.
5. Riesling, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaine St. Martin in Remich
N : noch etwas verschlossen, doch mit dezent fruchtigen Akzenten und floralem Unterton.
G: Direkt am Anfang ausgeprägte Säure, erinnert an leicht unreifen, gelben Pfirsich. Körnige Struktur im Moment, was jedoch auf einen Wein mit viel Potenzial schliessen lässt. Abgang von guter Dauer.
Isabella Sardo, beste Sommelière Luxemburgs, kommentierte die Weine
6. Pinot Gris, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Weingut Helmut Herber in Perl ( D )
N : Bukett von gelbem Steinobst mit betont floralen Anklängen. Erinnert in der Mitte dezent an grüne Oliven
G: Relativ voll, zeigt ein würzig-fruchtiges Aromenspiel, und erinnert im angenehmen Abgang an grüne Oliven und Kräuter. Nachhall lang und trotz feinem Bitterton frisch und würzig.
7. Pinot Gris, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaine St. Martin
N : Mittelschwer, ein Ruländer mit dem Duft exotischer Früchte. (Litchi, Rambutan) Auch Aromen von weisser Melone. Traubig und leicht nussig.
G: Sehr mineralisch-stoffige Struktur, runder Körper mit einer ausgeprägt samtigen Fruchtigkeit. Schöne Länge.
8. Pinot Gris, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaines de Vinsmoselle
N : Floraler Ableger eines luxemburgischen Ruländer. Süsslicher Duft nach Veilchen, Akzente von Akazien-Blüten, dann exotische Noten wie Litchi und Starfruit.
G : In der Attacke opulent fruchtig, gut eingebundene Säure. Leicht süssliche Aromatik im gelungenen Abgang, Wein mit warmem, fruchtigem Nachhall.
9. Gewürztraminer, CSP-Wein, Jahrgang 2008, Domaines de Vinsmoselle
N: Klassisches Bukett von exotischer Frucht mit betont floralem Unterton (Heckenrosenblüten) Aromatisch, Anflüge von Lindenhonig in der Mitte.
G : Mittelsüss, würzig und mit Säurebetonter Struktur. Dieser leicht bernsteinfarbene Wein besticht durch seine opulente Aromatik und den enormen Nachhall.
Fazit:
Individuelle Tropfen, mit viel Aufwand geschaffen. So können die guten Tropfen global beschrieben werden. Alle verkosteten Weine zeigen eine ausgeprägte Stoffigkeit nebst einem sehr konzentrierten Aromenspiel am Gaumen. Die Nase ist vielfach verhalten, was auf das junge Alter zurück zu führen ist, und eine sichere Angabe für die gute Qualität und die lange Lebensdauer ist. Dies sind Weine für Kenner, welche das durchwegs hohe Lagerungspotenzial (bis zu 15 Jahre) eines guten Moselweins zu schätzen wissen.


