21.04.2010

Die Sache mit dem Wasser – Ein Kommentar von Wilfried Moselt.

von Lylian in Guest Writers

 

Es gilt ein Gräuel anzusprechen, das erschreckende Ausmaße angenommen hat. Und ein Ende der Wasser-Fahnenstange ist wohl nicht in Sicht. Da wird draufgesattelt, dass der Gast seine Fassung zu verlieren droht, wenn er das Angebot der Weinstuben und Restaurants durchblättert und sich bei ihm regelmäßig eine gewisse Verkrampfung im Magenbereich einstellt, sobald er auf die Rubrik „Wasser“ stößt.

 

Ja, liebe Leute! Ist die Gastronomie denn mittlerweile von allen guten Geistern verlassen?

 

Die Flasche Wasser, die für ein paar Cent eingekauft wird, bricht im Verkauf alle Umsatzrekorde. Waren bislang 2,90 Euro schon recht stramm für das von einem Weinfreund in aller Regel notwendig zum Wein als Begleiter zu konsumierende Wasser, so ist die Schamgrenze der Preisgestalter in den mehr oder weniger schlichten Weinstuben und den gelegentlich anspruchsvoll daherkommenden Gourmettempeln nun endlich zur Gänze aufgehoben.

 

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Nicht selten Gewinnspannen von 1000 Prozent

 

Wenn etwa der beliebte Italiener an der Ecke, der sein zweifellos schmackhaftes Spaghetti-Gericht für 10,50 Euro anpreist und zugleich 4,80 Euro für eine Flasche Mineralwasser verlangt, dann ist hier die Welt nicht mehr in Ordnung. Der im Fernsehen allgegenwärtige Meisterkoch Johann Lafer nimmt in seinem Feinschmecker-Palais in Stromberg gar annähernd 8 Euro – das wären in guten alten DM-Zeiten fast 16 Mark für eine Flasche Wasser – und wird sich deshalb bestimmt nicht genieren.

 

Das Gerede von Galionsfiguren des Hotel- und Gaststättengewerbes von einer sogenannten Gesamt- oder Mischkalkulation, die den exorbitanten Wasserpreis rechtfertigen soll, ist, gelinde gesagt, kaum zu ertragen. Horrende Gewinnspannen von tausend bis zweitausend Prozent sind nicht nur ein Ärgernis für den Verbraucher, sondern verwerflich und geradezu unanständig.

 

Die Welt regt sich über die unersättlichen Mineralölkonzerne auf, die uns das Leben mit den ausufernden Sprit- und Heizölpreisen nicht erleichtern. Raffgier aber ist überall eine unerfreuliche Erscheinung. Auch in der Gastronomie.


17.04.2010

Vodka Russian Cult Minskaya – die Entdeckung auf der Prowein

von Romain in Guest Writers

 

Guest Writer Roland Baumann aus Düsseldorf schaute sich auf der Prowein 2010 nach Neuem um, und war begeistert über ein feines Destillat, welches seit kurzem auch in einige wenige Länder Europas exportiert wird. Hier sein Beitrag über ein Produkt, welches die Zaren vielleicht schon begeisterte:

Wer 2009 in Russland den Preis als bester Wodka des Jahres erringen konnte, der muss schon besonders gut und erlesen sein. Wodkaherstellung ist erwiesenermaßen eine Kunst. Seit über 117 Jahren wird in Weißrusslands ältester Destillerie der einzigartige Minsk Kristall hergestellt. Das Ergebnis ist ein Wodka mit feinstem Aroma und einem typischen, weichen Geschmack.

Vodka Minskaya“ besitzt mittlerweile in Russland echten Kultstatus, den sich die Betreiber der dortigen Firma gewissermaßen zu Eigen gemacht haben, indem sie ihr Getränk auch noch „Russian Cult“ nennen.

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Das russische Vermarktungs-Team mit dem Direktor (links) von „Vodka Minskaya“

 

Auf der diesjährigen ProWein (2010) in Düsseldorf durften wir Bekanntschaft mit dem hellen Klaren schließen, der nach wie vor pur und nur leicht gekühlt getrunken werden soll. Wer glaubt, Wodka sollte in fast tief gefrorenem Zustand ins Glas kommen, der verkennt und verpasst die Geschmacksnuancen, die sich bei fachgerechter Darbietung des kühlen Wässerchens entwickeln.

Nur einmal im Jahr wird in Minsk zur groß angelegten Destillation des Wodkas geschritten. Eine Komposition von Roggen und Winterweizen kommt in die Maische, um den unverwechselbaren Charakter zu garantieren. Aus Gründen der Kühlung und um eine gleichmäßige Temperatur zu gewährleisten, wird nur im Winter gebrannt. Somit wird ein unnatürliches Aufheizen der Maische vermieden.

Neben Roggen und Winterweizen wird kristallklares Wasser aus einer eigenen, tiefen Quelle genutzt. Zweimalige, sehr langsame Destillation sorgt für eine hohe Qualität des Brands, der nachher durch ein schwarzes Feuersteinfilter fließt. Der Wodka aus Minsk ist 100 % frei von Zusätzen wie Zucker, Honig, Frucht- oder Kräuterextrakten und wird auch nach der Destillation nicht mehr behandelt, sondern in großen Metalltanks gelagert.

Bei der, mit Bedacht angegangenen Verkostung in den Düsseldorfer Messehallen kam der durchscheinende, klare Charakter des „Vodka Minskaya“ voll zur Geltung.

Der vollmundige, und dennoch samtene Geschmack des erlesenen Getreide-Brands bleibt lange am Gaumen, der Abgang ist weich und mit angenehmer Wärme im Nachhall.

Ein echter Genuss und kein Vergleich zu den handelsüblichen Markenprodukten, die man üblicherweise in den Supermärkten findet.

Leider ist das russische Kultgetränk in Luxemburg noch nicht frei erhältlich. Der in Deutschland ansässige Vertrieb erreicht bisher neben unserem Nachbarland nur noch Österreich, Frankreich und Kanada.

 

>> Zu beziehen ist der „Vodka Minskaya – Russian Cult“ über Western Blue, Pixisstraße 12, D-82343 Pöcking, Email: info@western-blue.com, Internet: www.russian-cult.com